Glycerin – Was ist Glycerin und wo wird Glycerin eingesetzt?

"Short Summary" - Was ist Glycerin und wo wird es eingesetzt?

An Glycerin kommen wir in unserem täglichen Leben so gut wie nicht vorbei. Als Bestandteil in allen natürlichen Fetten begegnet uns Glycerin ebenso in Zahnpasta, in Kunststoffen, in Frostschutzmitteln, in Desinfektionsmitteln, in Mikrochips und als Schmierstoff oder Weichmacher.

Sogar bei der Herstellung von Biodiesel kommt Glycerin zum Einsatz.

Geruch- und farblos wird Glycerin in den unterschiedlichsten Reinheitsstärken von 99% bis 100% sowie mit 86% in den Bereichen Medizin, Kosmetik und Lebensmittel vielseitig eingesetzt.

Glycerin

Was ist Glycerin generell?

Glycerin, Chemikern bekannt als Propan-1,2,3-triol, gehört zur Familie der Zuckeralkohole, spezieller zur Familie der Dreifach-Alkohole – sogenannten Triolen. Wie die Klassifizierung schon vermuten lässt und wie bereits beschrieben, besitzt Glycerin einen süßlichen Geschmack, dabei ist Glycerin jedoch farblos. Die Konsistenz von Glycerin ist leicht zähflüssig und unter Einwirkung von Hitze entwickelt sich Dampf.

Der Ursprung von Glycerin - Wie wird Glycerin gewonnen?

Glycerin ist ein Grundbaustein vieler Lipide, Öle und Fette und wird beispielsweise aus Kokos- oder Palmöl gewonnen oder entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Seife. Und genau hier liegt auch der Ursprung von Glycerin: 1779 entdeckte der deutsch-schwedische Apotheker und Chemiker Carl Wilhelm Scheele den Stoff bei der Verseifung von Olivenöl. Scheele entdeckte nicht nur Glycerin, sondern auch weitere Stoffe – allen voran Sauerstoff.

Wo kommt Glycerin vor?

Wie in der „Short Summary“ bereits beschrieben ist Glycerin ein täglicher Begleiter von fast jedem von uns – ob in natürlichen Fetten, in Kunststoffen, in Frostschutzmitteln, in Desinfektionsmitteln, in Mikrochips, als Schmierstoff oder in Zahnpasta, Glycerin ist überall ein essenzieller Bestandteil. Bekannt(er) ist Glycerin etwa in der Lebensmittelbranche als Zusatzstoff E422. Hier wird es als Süßungs- oder Feuchthaltemittel genutzt. Mit der Zugabe des Stoffs bleibt beispielweise Kaugummi feucht. Aber auch in der Kosmetik taucht Glycerin als Zusatzstoff auf, der hier für die Feuchtigkeit der Lotions verwendet wird. Die Arzneimittelindustrie nutzt Glycerin indes für die Herstellung von Hustensaft.

Ein weiteres Einsatzgebiet, welches zwar noch nicht die Größenordnung der zuvor genannten Einsatzgebiete besitzt, sind Liquids für E-Zigaretten.

Glycerin ist durch seinen leicht süßlichen Geschmack eine sehr wertvolle Komponente bei der Herstellung von neuen Aroma Liquids.

EXKURS: E-Zigaretten

Nebelschwaden oder kleine Wölkchen? – das Ausmaß an Dampf einer E-Zigarette kann sich stark unterscheiden.

Verantwortlich für die Entwicklung des Dampfes ist ein bestimmter Inhaltsstoff: pflanzliches Glycerin, auch Glyzerin oder Glycerol genannt. Je nach Anteil an der Mischung mit Propylenglykol, Nikotin, Wasser und Aromen sorgt es – neben der Leistung – für mehr oder weniger Dampf beim Benutzen der E-Zigarette.

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