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Demineralisiertes Wasser – Definition und Einsatzgebiet

Was versteht man unter demineralisiertem Wasser?

Demineralisiertes Wasser, auch als deionisiertes oder vollentsalztes Wasser bekannt, entsteht durch das Entfernen von Mineralien und Ionen aus Leitungs- oder Quellwasser. Dieses Wasser enthält keine gelösten Salze wie Calcium, Magnesium oder Natrium mehr. Stattdessen fließt es meist durch Ionenaustauscherharze, die gezielt positive Kationen und negative Anionen austauschen.
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Wie wird demineralisiertes Wasser erzeugt?

Beim Verfahren mit Ionenaustauschern durchläuft das Wasser mehrere Stufen. Zuerst entfernt ein Kationenaustauscher die positiv geladenen Mineralien, indem er diese gegen Protonen austauscht. Dabei sinkt der pH-Wert. Anschließend ersetzt ein Anionenaustauscher die verbleibenden negativen Ionen durch Hydroxidionen, die mit den Protonen reagieren und so reines Wasser erzeugen.
Alternativ verwenden manche Anlagen Mischbett-Ionenaustauscher, bei denen beide Harztypen gleichzeitig in einem Behälter arbeiten. Diese werden durch Druckluft ständig durchmischt, wodurch eine besonders gründliche Entmineralisierung erreicht wird. Sobald die Harze erschöpft sind, regeneriert man sie mit Natronlauge und Säure.
Demineralisiertes Wasser

Wofür eignet sich demineralisiertes Wasser?

Demineralisiertes Wasser vermeidet Kalkablagerungen und verlängert dadurch die Lebensdauer vieler Geräte. Deshalb nutzen Haushalte es in Bügeleisen, Wasserkochern, Kaffeeautomaten und Spülmaschinen. Auch in der Reinigung von Solaranlagen verhindert es Kalkrückstände, die sonst die Effizienz mindern.

Reinheitsmessung von demineralisiertem Wasser

Der Reinheitsgrad bemisst sich anhand der elektrischen Leitfähigkeit. Reines Wasser leitet Strom kaum, während Mineralien im Wasser die Leitfähigkeit erhöhen. Die Leitfähigkeit misst man in Mikrosiemens pro Zentimeter (µS/cm). Ein einfacher TDS-Messgerät-Test gibt Aufschluss über die Qualität auch zuhause.

Ionenaustauscher vs. Osmoseanlagen

Ionenaustauscher entfernen Mineralien zuverlässig, können jedoch keine organischen Stoffe, Viren oder Schwermetalle herausfiltern. Osmoseanlagen arbeiten effektiver bei der Filterung solcher Stoffe und benötigen weniger Wartung. Allerdings produziert der Regenerationsprozess der Ionenaustauscher salzhaltige Abwässer.
Anwendungsgebiete und Lagerung von demineralisiertem Wasser
Besonders in Medizin, Pharmazie und Industrie ist demineralisiertes Wasser unverzichtbar, etwa als Laborwasser, Kühlwasser oder Lösemittel. Wir stellen das Wasser in unserer vollentsalzenden Anlage in Flintsbach am Inn her und bieten flexible Abfüllmengen von 1 Liter bis 1000 Liter Paletten.
Zur Lagerung empfiehlt sich eine kühle Umgebung über 0 °C, wobei sonst keine speziellen Maßnahmen nötig sind.
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